PNP 15.7.17: Nur 100-prozentige Wahlgänge bei der SPD

Veröffentlicht am 17.07.2017 in Ortsverein

Die neu gewählte Vorstandschaft (von links): Kassier Ernst Huber, Schriftführer Michael Zierer, Vorsitzender Muhamed Hadziavdic, Zweiter Vorsitzender Werner Haufe, die Beisitzer Herbert Schreck, Anton Anwander, Ingo Mayer, Johannes Schmitzer, Christian Mende, Hüseyin Sezgin. Rechts Wahlleiter Marco Keßler, stellvertretender SPD-Unterbezirksvorsitzender. Foto: Gerlitz

Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Garching-Hart – Vorstandschaft überwiegend wiedergewählt

Garching. Bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Garching-Hart am Donnerstagabend beim Braunwirt ist die Vorstandschaft weitgehend im Amt bestätigt worden. Bei sämtlichen Wahlgängen waren sich alle 14 anwesenden Stimmberechtigten einig. Das heißt: Alle Amtsinhaber sind mit 100 Prozent der Stimmen gewählt worden.

So wird Muhamed Hadziavdic für eine weitere Amtsperiode (zwei Jahre) dem SPD-Ortsverein vorstehen. Einen Wechsel gab es im Amt des Stellvertreters: Der bisherige Zweite Vorsitzende Anton Anwander stellte sein Ehrenamt zur Verfügung, zu seinem Nachfolger wurde Werner Haufe gewählt, bisher Beisitzer. Die Kasse führt auch in den nächsten zwei Jahren Ernst Huber und Michael Zierer bleibt Schriftführer. Zu Beisitzern wurden gewählt: Anton Anwander, Ingo Mayer, Christian Mende, Johannes Schmitzer, Herbert Schreck und Hüseyin Sezgin (neu).

Zu der voraussichtlich im Oktober stattfindenden Unterbezirkskonferenz Altötting darf der SPD-Ortsverein Garching-Hart drei Delegierte entsenden. Zu Delegierten wurden Werner Haufe, Muhamed Hadziavdic und Ernst Huber gewählt. Zu Delegierten für die Stimmkreiskonferenz wurden Werner Haufe, Christian Mende und Michael Zierer bestimmt. Die Wahl leitete Marco Keßler, stellvertretender Unterbezirksvorsitzender und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Altötting.

Zu Beginn der Versammlung hatte Ortsvorsitzender Muhamed Hadziavdic seinen Rechenschaftsbericht für die vergangene Amtsperiode gegeben. Dabei erwähnte er unter anderem das Garchinger Bürgerfest des vergangenen Jahres, an dem sich der SPD-Ortsverein mit einem Cocktailstand beteiligt hatte. Aus dem Großteil des Reinerlöses sei eine bedürftige Garchinger Familie unterstützt worden. Auch in diesem Jahr wird sich der SPD-Ortsverein am Bürgerfest beteiligen und den Reinerlös wieder wohltätig verwenden. Das Bürgerfest findet am Samstag, 22. Juli, nachmittags ab 16 Uhr und abends im Brunnenhof statt. "Auch wenn wir nur eine kleine Truppe sind, müssen wir etwas in Garching bewegen und Projekte durchziehen", warb der Vorsitzende. Mit Blick in die Zukunft dachte Muhamed Hadziavdic an eine Zusammenarbeit mit dem SPD-Ortsverein Tacherting.

Kassier Ernst Huber erstattete den Kassenbericht für die Jahre 2015 und 2016. Demnach steht der Ortsverein finanziell stabil da. Von den Kassenprüfern Walter Schneider und Hermann Schrankl kam kein Einwand, woraufhin die Anwesenden einstimmig die Entlastung der Vorstandschaft beschlossen. Hermann Schrankl und Walter Schneider wurden einstimmig als Revisoren wiedergewählt.

"Herzblut-Thema"Janisch-SiedlungWalter Schneider erinnerte in der Aussprache an den früheren Stammtisch beim Braunwirt "Der war immer gut besucht." Walter Schneider regte an, diesen Stammtisch aufleben zu lassen. Der Vorsitzende griff diese Anregung gerne auf. Johannes Schmitzer sprach über sein "Herzblut-Thema", den Erhalt der Janisch-Siedlung. Derselbe Architekt habe in Berlin die Weiße Stadt geschaffen, die als Unesco-Welterbe eingestuft sei. Dazu sagte Ortsheimatpfleger Helmut Meisl, für den Heimatbund sei die Renovierung der Gartenhäuschen derzeit das Wichtigste. Beim Denkmalschutz sei nicht nur die Förderung aus einem Topf möglich, sondern aus mehreren, wie man an Beispielen in Unterneukirchen (Kulturhaus) und Tüßling (Bahnhof) sehen könne.

Dazu informierte Bürgermeister Christian Mende, die Gemeinde Garching sei in seiner Amtszeit noch auf den "fahrenden Zug" des Dorfkultur-Verbundes "Rupertiwinkel, Holzland und Chiemgau" aufgesprungen. Hintergedanke sei dabei die Aufnahme Garchings in ein Förderprogramm der Städtebauförderung. Schwerpunkte würden auf den Ortsteil Wald/Alz und das Garchinger Zentrum mit der Janisch-Siedlung gelegt. Bei einem Gemeindeanteil von 120000 Euro sei eine Städtebauförderung in Höhe von 180000 Euro zu erwarten. Folglich stünden 300000 Euro zur Verfügung. Für die Verwendung müssten klare Ziele formuliert werden. Gebäudekauf sei mit diesen Fördermitteln nicht erlaubt.

In diesem Zusammenhang erwähnte Mende auch, dass er bei einer Fortbildungsveranstaltung von einem damals noch geplanten staatlichen Förderprogramm für energetische Sanierung erfahren habe. "Daraufhin setzte ich die Verwaltung darauf an, um gleich bei Auflegung des Förderprogramms in den Startlöchern zu stehen. Deswegen erhalten wir sehr hohe Förderung für die Sanierung der Mittelschule." Für das 1,5-Millionen-Projekt würden von der Regierung von Oberbayern aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 730000 Euro für die energetische Dachsanierung und aus dem Finanzausgleichsgesetz 250000 Euro für die Errichtung eines zweiten Rettungswegs erwartet.

Ersatzflächen für Bannwald Im weiteren Verlauf der Diskussion war auch der Ausbau der Bundesstraße 299 im Garchinger Hart auf Höhe Hart/Alz ein Thema. Dazu gab Bürgermeister Mende bekannt, dass am Donnerstag Forstdirektor Dr. Martin Kennel im Rathaus gewesen sei. Mende sprach mit Dr. Kennel über das Thema Bannwald. Bei der SPD-Versammlung betonte Mende, die Gemeinde wolle dem Forstamt und dem Straßenbauamt dabei behilflich sein, Ersatzflächen zur Aufforstung zu finden.
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