PNP 20.02.15: SPD: "15. März wird starkes Thema"

Veröffentlicht am 24.02.2015 in Lokalpolitik

Flughafen WBF

Burgkirchen. Gut 40 Zuhörer konnte SPD-Kreisvorsitzender Franz Kammhuber im Gasthaus Tettmann in Gendorf begrüßen. Klarer Schwerpunkt auch hier: die Klinikdebatte.

Kammhuber fasste zunächst die Chronologie zusammen, von der Beauftragung des Klinik-Gutachtens im Mai 2014 und der Vorstellung im November bis zur anfangs angedachten Entscheidung am 22. Dezember. Für Kammhuber ein zu kurzer Zeitraum, schließlich gehe es um "die wichtigste Entscheidung im Landkreis für die nächsten 25 Jahre". Das zur Abstimmung bringen zu wollen ohne öffentliche Debatte sei eine Hauruck-Maßnahme, kritisierte Kammhuber Landrat Erwin Schneider. "Es ist keine Zeit für Alternativen." Jetzt aber, angesichts des erfolgreichen Bürgerbegehrens, "können die Bürger entscheiden, der 15. März wird starkes Thema sein".

In diesem Zusammenhang erinnerte Kammhuber an die Zeit, als das ebenfalls schwierige Projekt Müllverbrennung diskutiert wurde. Landrat Seban Dönhuber (SPD) habe sich damals der Diskussion gestellt, die Entscheidungsfindung sei mit den Bürgern herbeigeführt worden.

Zur aktuellen Krankenhaus-Situation in Altötting griff Franz Kammhuber ein heikles Thema auf: die Notaufnahme. Diese sei völlig überlastet, stundenlanges Warten sei die Folge. In Überlast-Phasen wie Grippezeiten könnten zwei Häuser mehr Reserven mobilisieren als ein Haus. Zudem sei eine Zusatzbelastung absehbar, denn die Zahl der Hausärzte werde weniger. "Junge Hausärzte werden nicht mehr die Menge an Stunden leisten, wie Alteingesessene es tun", sagte er. Zudem sei keineswegs die Infrastruktur geklärt, wie Parken, Küche, Technik, wenn in Altötting 100 Betten mehr zur Verfügung stehen. Es sei immer von Fallzahlen die Rede, "hier geht es um Menschen", rief er in Erinnerung.

Mehr am Rande ging Kammhuber auf die Themen Berufsschule, Hochschule und Flüchtlinge ein. Bei der Beherbergung von Asylbewerbern seien die Kommunen allein gelassen. In den Städten und Gemeinden werde sehr viel geleistet, von den Verwaltungen und von Ehrenamtlichen. "Ehrenamtliche sind ein Baustein für die Akzeptanz der Flüchtlinge, ohne Ehrenamt wäre völliges Chaos", sagte Kammhuber.

Von politischen Reden ging es anschließend weiter ins Unterhaltsame. Polit-Satire war angesagt, mit der ehemaligen Bundestagskandidatin Annette Heidrich und Altöttings SPD-Ortsvorsitzenden Marco Keßler. Szenerie war ein Check-In-Schalter am Flughafen zum Sonderflug mit der LH Marktl nach Berlin von der neuen Fluglinie WBF, der World Bavaria Flight. Und im WBF-Cinema war die "Resolution of the hospital" angekündigt. Fast das ganze Staatsministerium stand Schlange und wollte mit. Auch aus dem Landkreis ging Polit-Prominenz an Bord. Ganz schnell Stephan Mayer, Hubert Gschwendtner wurde gleich durchgewunken, da es ja sein Papstflieger war. Herbert Hofauer mit schwerem Gepäck, eine Dame in blauem Hosenanzug entpuppte sich als Ingrid Heckner, Peter Haugeneder, wie George Clooney, immer gestylt, immer tolle Jeans, jedoch mit grünen, verseuchten Gummistiefeln von TechnoSan. Und am Ende der Schlange wartete der Ritter in Rüstung, Franz von Kammhuber, der Retter von und zu Burghausen.
-rs

 
 
 

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