PNP27.11.19:Landkreis-SPD hat jetzt eine Doppelspitze

Veröffentlicht am 30.11.2019 in Unterbezirk

Die Doppelspitze Annette Heidrich (Mitte) und Marco Kessler (3. von links) wird unterstützt von den Stellvertretern Stefan Bonauer (von links), Martina Völzke und (von rechts) Jürgen Gastel sowie Kassier Ernst Huber und Schriftführerin Theresia Blaschke. −Foto: Schwarz

Annette Heidrich und Marco Kessler führen den Unterbezirk gleichberechtigt und fordern mehr Mitarbeit ein

Töging. In Töging funktioniert’s mit Birgit Noske und Marco Harrer, wer es in der Bundespartei machen soll, ist noch nicht klar, dafür aber ist auf Unterbezirksebene die Entscheidung am Montag schon gefallen für eine Doppelspitze: Annette Heidrich und Marco Kessler sind die gleichberechtigten Vorsitzenden der SPD im Landkreis Altötting.

Um die Möglichkeit der Führung durch eine Doppelspitze zu schaffen, musste vor den Neuwahlen die Satzung geändert werden, ebenso wegen der Kandidatur von Nicht-Mitgliedern bei der Kommunalwahl auf der SPD-Liste. In der Parteiarbeit werde sich nichts ändern, zeigte sich Heidrich überzeugt, denn schon bisher habe sie mit Marco Kessler als stv. Vorsitzendem eng zusammengearbeitet.

Sie widersprach Presseberichten, nach denen die SPD im Landkreis in den vergangenen Monaten nicht präsent und nicht öffentlichkeitswirksam gewesen sei. Über 30 eigene Veranstaltungen seien in den vergangenen zwei Jahren organisiert worden, darunter der Neumitgliederempfang in Neuötting, die Diskussion zum Thema GroKo, die Info-Veranstaltungen über PFOA oder Kundgebungen mit Landespolitikern wie Markus Rinderspacher oder der EU-Parlamentarierin Maria Noichl.

"Ich finde, wir waren sehr gut vertreten", sagte Heidrich – insbesondere weil der bisherige Vorstand eigentlich nur aus ihr, Kessler und Kassier Ernst Huber bestanden habe. "Es ist ärgerlich, wenn man so viel leistet, und das wird nicht wahrgenommen und von den eigenen Genossen kritisiert", wandte sie sich an die Delegierten in der Töginger Kantine. Als Unterstützer hob Heidrich noch Franz Kammhuber hervor.

Die Vorsitzende informierte auch über die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und beklagte, dass Frauenthemen "zu kurz kommen". Hier brauche es neue Impulse, da es nach wie vor viel zu tun gebe. Als Beispiel nannte sie den Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, der am Tag der Unterbezirkskonferenz am Montag begangen wurde.

Für die Jusos informierten Stefan Bonauer und Kilian Maier über Aktionen wie die Kleidertauschbörse oder die Unterstützung bei den "Fridays-for-Future"-Demos. Beide betonten, die Nachwuchsarbeit verstärken zu wollen. Max Gschwendtner beleuchtete die Arbeit der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), die sich mittels eines Konzepts für den kommunalen Wohnungsbau oder eines Antrags zur personellen Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes in die Kreispolitik eingebracht hat.

Kassier Ernst Huber stellte die Kassenstände seit Ende 2017 vor. 2018 sei aufgrund des Landtagswahlkampfs kostenintensiv gewesen. Der Kassenstand am 24. November 2019 habe 13879 Euro betragen. Die Revisorinnen Erika Wimmer und Hannelore Gumpert hatten an der Kassenführung nichts auszusetzen. Die Vorstandschaft wurde entlastet.

Die Neuwahlen leitete Franz Kammhuber. Zu gleichberechtigten stv. Vorsitzenden wurden Martina Völzke, Stefan Bonauer und Jürgen Gastel gewählt. Schriftführerin ist Theresia Blaschke, Kassier Ernst Huber und Organisationsleiterin Gisela Schmitz. Zu Beisitzern wurden Manuela Provenzani, Dagmar Eschenfelder, Sabine Krause-Lackerbauer, Josef Jung, Albert Stoiber, Günter Zellner und Franz Kammhuber bestimmt. Revisorinnen bleiben Erika Wimmer und Hannelore Gumpert.

Grußworte sprachen Peter Haugeneder und Hubert Gschwendtner für die Kreistagsfraktion. Sie berichteten aus der Kreisausschusssitzung am Montag (siehe oben stehender Artikel) und hoben die Bedeutung der Klinikfusion hervor. Günter Zellner, 3. Bürgermeister von Töging, schließlich appellierte an seine Genossen, sich im Wahlkampf einzubringen. Es lohne sich, für die Sozialdemokratie einzustehen: "SPD-Politik wirkt", so Zellner – bundesweit, aber auch lokal, erkennbar etwa in Töging, wo nach dem Ende der VAW unter SPD-Ägide ein mittlerweile prosperierendes Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsgebiet entstanden sei.
− ecs

 
 

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