"Suibawuschl" mit Lust auf Politik

Veröffentlicht am 24.09.2018 in Ortsverein

Maria Wortmann, hier gerade frisch vereidigt, wird künftig zwischen Martin Ober (Grüne, rechts) und ihrem SPD-Fraktionskollegen Rupert Bruckmeier sitzen. Foto: Lambach

SPD-Stadträtin Maria Wortmann will sich vor allem sozialen Themen widmen: "I hab richtig Bock drauf!"

Neuötting. Die Umstände, unter denen sie Stadträtin geworden ist, gefallen ihr nicht so: Maria Wortmann tritt die Nachfolge von Saniye Can an, die als Konsequenz aus der "Fahnen-Affäre" zurückgetreten war. Dass sie in Frage kommen könnte, hatte sie zunächst eigentlich gar nicht gedacht – war doch Thomas Holzinger der direkte Nachrücker auf der SPD-Liste. Aber dann wurde doch "unverhofft" sie gefragt, ob sie dabei sein wollte. Klar wollte sie. Denn dafür hatte sie sich für die Wahl 2014 ja aufstellen lassen. Am liebsten wäre sie ja gleich Stadträtin geworden, aber so "bin i halt nachgerutscht".

Dass das jetzt so ist, freut die 47-Jährige, und in ihrer typisch unverblümten Art fügt sie hinzu: "I hab’ da richtig Bock drauf!" Sie ist zwischenzeitlich auch Mitglied der SPD geworden – das war für sie eine logische Konsequenz: "Ich war schon immer Sympathisantin der SPD", sagt sie. Für die Stadtrats-Kandidaten-Liste habe sie sich 2013 zwar noch ohne Parteibuch aufstellen lassen, aber als Mitglied des Stadtrates "mach’ ich auch Nägel mit Köpf’". Die Richtung jedenfalls passt, meint sie lachend, "sozial und demokratisch bin ich".

Die Chemielaborantin, die bei Klöckner in Burgkirchen arbeitet, ist verheiratet, hat zwei große Kinder, war lange Jahre Schulweghelferin, gibt Schwimmkurse und hat, dank ihrer Halbtagstätigkeit ausreichend Zeit, um sich ihrem "sozialen Hobby", dem Häkeln und Verkaufen von "Suibawuschls" oder dem Kinderschminken für das Hilfsprojekt "Suibamoond" zu widmen. Zusammen mit ihrem Team geht sie auf Märkte – Herbstmarkt, Kunsthandwerkermarkt Christkindlmarkt – oder sie wird zu Veranstaltungen gebucht. Aktuell ist sie beim "Tag der offenen Tür" im Tierheim Winhöring dabei.

Was ihr an dem Engagement so gefällt, ist nicht nur die gute Sache – "Suibamoond" hilft seelisch und sexuell missbrauchten Kindern. Sie schätzt auch die Anerkennung, die das Ehrenamt mit sich bringt: "Das bekommt man in keinem bezahlten Job!" ist sie überzeugt.

Jetzt kommt noch das Ehrenamt Stadtrat hinzu. Inhaltlich will sie hier auf der sozialen Schiene bleiben: "Kinder, Soziales und Integration, das ist mir wichtig." Konkrete Ziele kann sie aber noch nicht nennen – als erstes sei die saubere Einarbeitung ein großes Ziel. In den nächsten Wochen werde sich erst noch herausstellen müssen, welches ihre Aufgaben sind – und ob sie vielleicht auch die Nachfolgerin von Saniye Can in deren Referat für Familie und Integration werden kann.

Den Umfang der Aufgabe Stadträtin kann sie heute noch nicht abschätzen sagt sie, aber: "Es gibt da auch eine Erwartungshaltung und die will ich erfüllen" – auch wenn sie in die Aufgabe erst hineinwachsen muss.

Sie hat freilich auch Erwartungen: "Ich erwarte grundsätzlich vom Stadtrat ein offenes Ohr für die Neuöttinger und so werde auch ich offen sein – auch für Kleinigkeiten." Vor allem die Unterstützung von Vereinen und sozialen Projekten liegt ihr am Herzen. Und überhaupt findet sie, dass die Ehrenämter viel besser bewertet werden müssten. Sie hat schon in der Schule mit solchen Ämtern angefangen – und dabei bleibt es: Maria Wortmanns Hobby ist das Ehrenamt. Und vielleicht kann man ja das eine gut mit dem anderen verbinden, hofft sie.
- ina

 
 

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