Thema Wassergebühren im Landkreis

Veröffentlicht am 24.08.2014 in Allgemein

Kommentar zum PNP Artikel vom 23.08.2014

Heute Samstag den 23.08.2014 war im Alt- Neuöttinger Anzeiger ein Artikel und ein Kommentar über die unterschiedlichen Wasserpreise im Landkreis Altötting zu lesen.

Im Kommentar fordert der Redakteur die Verantwortlichen der Kommunen sinngemäß  auf:
 "doch über den Tellerrand hinaus zuschauen"  und zu sehen wie günstig die Nachbargemeinde den Wasserpreis kalkuliert.

Was soll dieser Bericht und Kommentar bezwecken, frage ich mich ?
Die Kommunen die einen niedrigen Kostensatz haben als zu lobendes Beispiel hinstellen ?
Oder die Kommunen zu verteufeln die höhere Wasserpreise verlangen müssen, da sie ein größeres Leitungsnetz, eine aufwendige Wasseraufbereitung, Filteranlagen oder mit einem anderen, höheren Personalschlüssel arbeiten ?
Vielleicht investieren diese Kommunen auch fortlaufend in die Erhaltung
ihres  Wasserversorgungnetzes und stellen Rücklagen ein für künftige Investitionen in ihren Kostenplan ein.
Vielleicht haben diese Kommunen auch nicht in eine eigene Wassergewinnung investiert sondern kaufen das Wasser von einer anderen Kommune ?
Es könnte auch sein dass die Versorgungssicherheit und
der Notbereitschaftsdienst für die Notversorgung besser organisiert ist wie in einer Nachbargemeinde.

Dies sind alles Spekulationen.

Fakt ist - die Wasserpreise eine Kommune müssen kostendeckend gerechnet sein- Sie dürfen auch nur kostendeckend gerechnet sein, d.h. eine Kommune darf sich keine "goldene Nase" mit dem Wasser verdienen um diese Gewinne evtl. in andere Investitionen der Kommune  einfließen zu lassen.
Diese Kalkulation wird sowohl von externen Gutachtern aber auch von der überörtlichen
Rechnungsprüfung kontrolliert.
Das Wichtigste ist aber dass das Wasser immer in der Hand der Kommune bleiben muss !
Das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung ist ein Menschenrecht und darf nicht in die Hand von Geschäftemachern geraden.
Bei einer Privatisierung des Wassers hätten wir sehr wahrscheinlich den vermeintlichen Vorteil eines einheitlichen Wasserpreises.
Diese Investoren wollen und müssen aber Geld damit verdienen und die Preisgestaltung wird sich nicht am unteren und auch nicht am oberen Rand des Wasserpreisniveaus  bewegen,sondern von Geschäftemachern frei kalkuliert werden.


 Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Gastel
Fraktionssprecher der SPD im Neuöttinger Stadtrat

 
 

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